Das Dippe-Quartier ist ein geschichtsträchtiger Ort mit immensem Potenzial inmitten der UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg. Bei dem Objekt handelt es sich um eine denkmalgeschützte Industrieliegenschaft auf dem ehemaligen Haupthof des traditionsreichen Saatgutbetriebes der Gebrüder Dippe. Auf dem ca. 3,9 Hektar großen Areal, das an die Turnstraße, den Neuen Weg und die Seilergasse angrenzt, begegnen sich zukünftig Gewerbe und Wohnen. Das gesamte Quartier befindet sich derzeit in einer Phase der Neuorientierung seines Nutzungskonzeptes und Erscheinungsbildes.
Der IST-Zustand des Bestandsobjekts Das Herzstück der Liegenschaft ist ein imposanter Klinkerbau, dessen industrielle Bauweise durch einen unverwechselbaren Charme besticht. Das Gebäude ist an der nördlichen Grundstücksgrenze eines ca. 7.000 qm großen Grundstücksteils positioniert und schließt bündig zur Seilergasse ab. Durch diese Lage ergibt sich eine ruhige, zentrale Innenhoflage auf der Südseite des Komplexes.
Die vorhandene Nutzfläche von ca. 15.500 qm verteilt sich auf drei bis vier Vollgeschosse sowie ein markantes Dachgeschoss, welches sich teilweise über drei zusätzliche Etagen erstreckt. Der Bestandskomplex ist bereits bautechnisch in vier Brandabschnitte unterteilt, die zugleich die Grundlage für die zukünftigen Bauabschnitte bilden. Aktuell sind Teile des Quartiers bereits durch verschiedene Gewerbe wie eine Senfmanufaktur, einen Kindergarten, Arztpraxen und ein Sportzentrum belebt.
Das Entwicklungspotenzial Das Dippe-Quartier bietet aufgrund seines Alleinstellungsmerkmals als historisches Industrieensemble außergewöhnliche Möglichkeiten für ein modernes Wohnquartier. Das Ziel ist es, die industrielle Vergangenheit mit modernen Akzenten zu untermalen, ohne die Attraktivität des Gesamtensembles zu schmälern.
Ein besonderes Potenzial liegt im historischen Dachstuhl, der durch seine bemerkenswerte konstruktive Struktur die Schaffung von hochwertigem Wohnraum mit Denkmalcharakter ermöglicht. In den Sanierungsplanungen werden industrielle Elemente aufgegriffen und durch moderne Ergänzungen wie Dachterrassen, Balkone oder raumhohe Fenster bereichert.
Das neue Nutzungskonzept sieht die Schaffung von Begegnungsstätten vor, die für alle Generationen – von Kindern über junge Familien bis hin zu Großeltern – ansprechend gestaltet sind. Das dazugehörige Grundstück bietet zudem ausreichend Raum, um die notwendigen Stellplätze bereitzustellen und die Außenanlagen harmonisch als Begegnungsstätten in das Gesamtbild einzugliedern. Durch die hervorragende Lage sind sowohl der Bahnhof als auch das Stadtzentrum in nur 5 Minuten Fußweg erreichbar.



