Die geopolitische Lage im Nahen Osten bewegt derzeit nicht nur die Weltpolitik, sondern auch den Immobilienmarkt in Dubai. In der heutigen Ausgabe des Handelsblatts ordnet HausHirsch-Co-Founder Viktor Fink ein, was die aktuellen Spannungen für Investoren bedeuten.
Als deutsches Immobilienunternehmen mit unserer Schwestergesellschaft DubaiView direkt vor Ort erleben wir die Stimmung am Markt aus erster Hand. Und die lässt sich aktuell in einem Wort zusammenfassen: Abwarten.
Der Markt steht still – aber nicht alle
Die Transaktionsaktivität ist merklich zurückgegangen. Käufer zögern, Verkäufer halten still, Finanzierungen werden geschoben. Die geopolitische Unsicherheit hat den Markt in eine Warteposition gebracht.
Aber – und das ist die interessante Beobachtung – nicht alle warten. Eine bestimmte Gruppe von Investoren ist gerade besonders aktiv: diejenigen, die gezielt nach Distressed Deals suchen. Notverkäufe, Projekte unter Druck, Eigentümer, die Liquidität brauchen. Diese Investoren kommen mit einer klaren These: Der Markt erholt sich mittelfristig, und wer jetzt günstig einsteigt, profitiert überproportional vom Aufschwung.
Wir teilen diese Einschätzung.
Dubai hat das schon durchgestanden
Wer den Dubai-Markt länger beobachtet, weiß: Das ist nicht die erste Krise. 2009 brach der Markt nach der globalen Finanzkrise ein – Immobilienpreise fielen um bis zu 50 Prozent. Die Erholung kam, und zwar kräftig. 2017 folgte die Qatar-Krise, eine diplomatische Blockade, die die gesamte Golfregion verunsicherte. Auch hier: Schockstarre, dann Normalisierung. 2020 traf Covid den Markt hart, um danach den stärksten Boom der letzten zwei Jahrzehnte auszulösen.
Das Muster ist auffällig » kurzfristiger Schock, Unsicherheit, Preisdruck, gefolgt von einer Erholung, die oft über das vorherige Niveau hinausgeht. Dubai profitiert dabei von strukturellen Vorteilen, die krisenunabhängig bestehen: Steuerfreiheit, wachsende Infrastruktur, eine zunehmend diversifizierte Wirtschaft und eine Regierung, die schnell und pragmatisch auf Marktveränderungen reagiert.
Was das für Investoren bedeutet
Für Anleger, die auf Sicherheit setzen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Beobachten. Für Anleger mit Risikobereitschaft und langem Atem könnte es genau der richtige Zeitpunkt zum Handeln sein. Die besten Deals entstehen in Phasen, in denen die Mehrheit am Markt stillhält.
Wer die vollständige Einschätzung lesen möchte, findet den Beitrag von Gökay Gürsoy in der heutigen Handelsblatt-Ausgabe.